Vita


PETER PICHLER aus München ist ein Grenzgänger zwischen verschiedenen Kunstformen.

Er ist heute einer der wenigen Musiker, die das Trautonium bzw. Mixturtrautonium beherrschen und der Einzige der live damit auftritt.

Mit dem Trautonium, verbindet ihn eine langjährige Faszination für den außergewöhnlichen Klang und die umfangreichen musikalischen Möglichkeiten des Instruments. „Pichler ist derzeit wohl der größte lebende Trautonium-Virtuose“ (Süddeutsche Zeitung) .

 

Aufgrund seiner klassischen Ausbildung kann er die Vielseitigkeit dieses Ur- Vaters des Synthesizers in verschiedenen Genres einsetzen.

 

 


Mit knapp 14 Jahren fand Pichler in seiner Punkband CONDOM die Möglichkeit seiner Haltung musikalisch Ausdruck zu verleihen. Das Verbot der ersten Single und die folgende Verhaftung aufgrund „Obrigkeits- beleidigendem Textgutes“ folgten auf dem Fuße.

Pichler studierte klassische Gitarre und Renaissance Laute am Mozarteum Salzburg, dem Leopold Mozart Konservatorium Augsburg und der staatl. Hochschule für Musik in Karlsruhe.

Er ist Preisträger des bayerischen Förderpreises des Landeshauptstadt München und anderer Wettbewerbe. Er komponiert für Film, Fernsehen und Theater (z.B. Münchner Kammerspiele) und ist als Musiker, musikalischer Leiter und Arrangeur bei Peter Licht, Funny van Dannen und Hans Söllner Produktionen beteiligt; ferner als Komponist, musikalischer Dramaturg und Musiker bei diversen freien und öffentlichen Theaterinszenierungen.

In den 90er Jahren tourte er mit seiner Avantgarde Popband NO GOODS durch Europa.

Im Februar 2017 erschien Pichlers erste CD mit bislang unveröffentlichten Werken für Trautonium von Harald Genzmer. „From Post War Sounds to Early Krautrock“ (Label: paladino, Wien)

Im April 2019 führte er das Trautonium erstmals in dessen 90-jähriger Geschichte aus Europa heraus auf Konzerttournee durch Australien.

Die Verbindung zum Trautonium

Oskar Sala und Peter Pichler in Salas Studio in Berlin (1996)

Bei einem Bekannten hörte Peter Pichler in jungen Jahren zum ersten Mal den Klang eines Trautoniums als Filmmusik und war sofort fasziniert von der Ausstrahlung des Instruments, dessen unvergleichlicher Klangfarbe und Dynamik.

Damals schon ein Vollblutmusiker, ließ Pichler das Thema nicht mehr los. Er forschte intensiv nach Kontakten zu diesem Instrument und fand Oskar Sala, der sich, nach telefonischen Kontakten mit dem jungen Musiker, bereit erklärte Peter Pichler zu treffen.
1996 besuchte Pichler Oskar Sala zum ersten Mal in seinem Studio in Berlin und Sala beantwortete bereitwillig alle Fragen des jungen Mannes. Pichler durfte sogar auf Oskar Salas Mixturtrautonium spielen. Die beiden trafen sich noch ein weiteres Mal ausgiebig zum künstlerischen Austausch. Außerdem begleitete Peter Pichler Oskar Sala zu einem Konzert bei dem er den Meister hautnah bei der Arbeit erlebte.

Ausbildung

1983 - 1984

1984 - 1986

1986 - 1992

 

1991

1992 - 1994

seit 1995

2013

Berufsfachschule für Musik Altötting

Mozarteum Salzburg

Leopold Mozart Konservatorium (Hauptfach klassische Gitarre und Renaissancelaute)

Bayerischer Förderpreis der Landeshauptstadt München

Hochschule für Musik Karlsruhe Hochschuldiplom, Konzertreife und Studium der modernen klassischen Musik (von J. Cage - H.W. Henze), Experimentelle Musik

Freier Musiklehrer / Musikschullehrer

Musikstipendium der Landeshauptstadt München


Diskographie

2017

 

2014

2004 - 2013

2013

2006

2005

 

2003-2006

2002

 

2001

 

2000

1996

1995

1993

1986

1980

Harald Genzmer - Works for Mixture Trautonium "From Post War Sounds to Early Krautrock", Paladino Media, Wien

„Wuide Zeit“ Stephan Zinner
„Oiwei i“, „Im Regen“, „Sososo“, „Vietnam“, “Mei Zuastand“, „Mei Zuastand 2“ Hans Söllner
„Bloß a Gschicht“ DVD
„Männer“ Franz Wittenbrink

„125 Jahre Punkmusik“ CONDOM, Nauerz + Seger

„Kein schöner Land“ Franz Wittenbrink
„Herzscheiße“ und „Nebelmaschine“ Funny van Dannen

„Danza Espanola“ Klassische Gitarre
„Operativer Vorgang Melancholie“ Blaskapelle
„Trouble man live“ nach Kurt Weill, Russki Records
„Willkommen in Europa“ NO GOODS, Trikont

„Trouble man“ nach Kurt Weill, Russki Records

„Mir reichts“ CONDOM, Schlecht und Schwindlig

„Alles dreht sich“ NO GOODS, Trikont

„17 Lieder“ NO GOODS, Trikont

„Juri go on“ NO GOODS“, Russki Records

„Rechtlos“ CONDOM, Eigenvertrieb


Peter Pichler komponierte die Filmmusik für folgende Dokumentarfilme:

Sämtliche Instrumente und Stimmen - Peter Pichler

„UNHCR – Die Flüchtlingshelfer“ ARTE Dokumentation

„Das halbe Leben“ ZDF Dokumentation
„Schätze der Welt“ SWR Dokumentation

Als Musiker war Peter Pichler bei folgenden Filmprojekten beteiligt:

- "Germany - Year 2071" Nature Theater of Oklahoma (Trautonium

   live)

- "Terror 2000" Christoph Schlingensief (Gitarre)

- "Marias letzte Reise" BR Drama (Gitarre)