April 2020: "Arts for Spring" Filmprojekt


Entartete Musik an Ruinen der Erinnerung zum Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands von den Nazionalsozialisten. Aufgenommen in den gesprengten Bunkeranlagen zu Geretsried-Süd. Das elektronische, Menschen gemachte Trautonium als das „Natur Instrument“ erweckt mit subharmonischer Musik die übermächtige Natur zum Leben, die sich die grausamen Anlagen von Geretsried zurück erobert.

 

2045: die Vögel schweigen. Die Natur ist stumm.

 

Nur ein Instrument kann sie zum Singen bringen „Das Trautonium“.

Der Trautonium-Wissenschaftler Max versucht mit einem geheimen, ausgeklügelten System aus vergangenen Tagen mit synthetischen Naturtönen die Klänge der Natur zu erwecken. 

 

Es gelingt ... wie jedes Jahr! 

 

Pflaumenkopfsittich „Sissi“ und der weisse Spatz (kein Albino) geschossen am 24.11.1963 in Ellmannsweiler haben in ihren Genen den Klang vergangener Jahrhunderte, die Max mit einer Obertonspiegelung, also subharmonischen Klängen, zum Leben erweckt und den Tieren wieder das Singen lehrt.

 

Hintergrund

Peter Pichler, Musiker, Produzent und Arrangeur aus München, ist aktuell der einzige Künstler weltweit, der live mit dem Trautonium auftritt. Dieses äußerst seltene, elektronische Instrument, das 1930 an der Rundfunkversuchsstelle Berlin entwickelt und vorgestellt wurde, ist der Vorläufer aller Synthesizer. 

Die Nationalsozialisten waren zunächst an den Propaganda-Möglichkeiten des Trautoniums für den Rundfunk interessiert. Seine neuartigen Klänge hingegen lehnten sie sofort als „entartet“ ab und schlossen die Rundfunkversuchsstelle in Berlin.

Nur mit dem Trautonium war es erstmals möglich aus dem 500 Jahre alten westlichen Kultur-Korsetts der wohl temperierten Stimmung mit ihren 12 Tönen auszubrechen und freie Naturklänge zu spielen, mit Obertönen bzw. subharmonischen Klängen.

 

Location

Das Projekt entstand in den gesprengten Bunkeranlagen zu Geretsried-Süd.

 

Im geografischen Dreieck zwischen der verlängerten Sudentenstraße, der Isar und der Jeschkenstraße befanden sich neben den Gebäuden des DSC-Kraftwerks rund 50 kleine Bunker, zwei überdachte Verladerampen, zwei Löschteiche und ein kleiner Sprengplatz. Die Bunker hatten verschiedene Funktionen: in machen wurden Roh- und Spengstoffe gelagert, in anderen Sprengstoffe mit Zusatzmitteln versehen, in der Mühlenabteilung wurden Sprengstoffe gemahlen und in zwei Bunkern wurden sie gepresst.

(Quelle: Arbeitskreis-Historisches-Geretsried.de)